Meine Rote Brille veränderte ein Menschenleben

In Sri Lanka durfte ich erfahren, wie viel Freude und Glück man mit nur einer einzigen Brille verschenken kann.

Wie ein Urlaubserlebnis mir die Augen öffnete ...

Viele Dinge unseres täglichen Lebens sind uns so selbstverständlich geworden, dass wir vergessen haben ihren Wert zu schätzen. Sei es ein Dach über dem Kopf, eine warme Mahlzeit auf dem Tisch oder eben auch eine Brille auf der Nase.

Doch manchmal schenkt uns das Leben Momente, die uns die Augen öffnen, so dass wir den Wert des alltäglich Gewordenen wieder begreifen und das Glück erkennen, das uns damit zuteilwurde.

Und genau das passierte mir vor einigen Jahren, als ich Urlaub in Sri Lanka machte. Ich lernte dort einen einheimischen Fischer kennen, der meine Begleiter und mich auf eine kleine Bootstour durch die Wasserstraßen der Region einlud. Obwohl sich die Kommunikation aufgrund der Sprachbarriere als recht schwierig erwies, war die Atmosphäre locker und entspannt. Besonders fasziniert war der junge Mann von der knallroten Brille, die ich damals trug. Also bot ich ihm an, sie selbst einmal aufzusetzen. Nie werde ich den erstaunten Ausdruck in seinen Augen vergessen, als er feststellte, wie scharf er seine Umgebung auf einmal wahrnahm. Vermutlich litt er schon viele Jahre an einer Sehschwäche, ohne sich derer bewusst zu sein. Zu seiner großen Freude entschloss ich mich kurzerhand, ihm die Brille zu überlassen.

Von allen schönen und aufregenden Dingen, die ich in Sri Lanka erlebt habe, war es dieses eine Ereignis, das sich so tief in mein Herz gebrannt hat, dass es mich bis heute nicht losgelassen hat.

In diesem Moment, als ich die strahlenden Augen eines Menschen sah, der durch nicht mehr als eine kleine Geste plötzlich wieder richtig sehen konnte, wurde die Idee zu einem Brillen-Hilfsprojekt geboren.

Eure Swetlana Geisler-Reiche

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